{"id":191,"date":"2021-11-16T13:05:00","date_gmt":"2021-11-16T13:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/?p=191"},"modified":"2023-02-08T13:06:44","modified_gmt":"2023-02-08T13:06:44","slug":"heisser-kaffee-schlechtes-wlan-und-jede-menge-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/2021\/11\/16\/heisser-kaffee-schlechtes-wlan-und-jede-menge-wissenschaft\/","title":{"rendered":"Hei\u00dfer Kaffee, schlechtes WLAN und jede Menge Wissenschaft"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von Franziska Ella Gudrun Findeisen, Katrin Hiluk, Christos Ioannidis, Nina Langheinrich und Maike M\u00fcnks <\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www3.hhu.de\/buergeruni\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/grafik-1024x682.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2703\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Auftakt der Lehrveranstaltung \u201eKlimabewegungen und die Rolle von Wissenschaftskommunikation\u201c trafen sich Studierende voller Bestrebung nach neuem Wissen. Nach einem versch\u00fctteten Kaffee und dem allt\u00e4glichen Kampf mit dem Uni-WLAN f\u00fchrte uns der Weg zu den Grundlagen der Wissenschaftskommunikation. Aber beginnen wir von vorne.<\/p>\n\n\n\n<p>In immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden werden wir mit bewegenden und bedeutenden Themen der Wissenschaft konfrontiert. Als Beispiele sind die immer noch gegenw\u00e4rtige Fridays For Future Bewegung und die Corona Pandemie zu nennen.&nbsp;Es sind Themen, die die Gem\u00fcter erhitzen, da sie unsere Art und Weise der Lebensgestaltung enorm beeinflussen und in Frage stellen. Umso interessanter ist es, dass wir innerhalb der Gesellschaft ganz unterschiedlich mit diesen Herausforderungen umgehen. Die Wissenschaftskommunikation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Spoiler vorweg: Jede:r einzelne von uns tr\u00e4gt zur wissenschaftlichen Kommunikation bei! Durch den dynamischen Austausch unter Experten:innen, Nicht-Experten:innen, Interessierten und Nicht-Interessierten spielt jedes Individuum eine Rolle in der Wissenschaftskommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber first things first: Es gilt zun\u00e4chst einmal sich mit der Begriffsbestimmung und den Grunds\u00e4tzen auseinanderzusetzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Was ist und was soll nun Wissenschaft? In der Wissenschaft geht es darum, neues Wissen \u00fcber die Menschen, deren Zusammenleben und die Umwelt in Theorien und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu \u00fcberf\u00fchren. Permanent erg\u00e4nzen, widerrufen oder ver\u00e4ndern neue Ideen, Ans\u00e4tze und Erkenntnisse dabei unseren Blick auf uns selbst und helfen uns, mit den aufkommenden Herausforderungen unseres Lebens umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was ist und was soll nun Wissenschaftskommunikation? In unserer Lehrveranstaltung und diesem Blog einigen wir uns auf folgende Definition: Wissenschaftskommunikation wird definiert als die Nutzung geeigneter F\u00e4higkeiten, Medien, Aktivit\u00e4ten und Dialoge, um eine oder mehrere der folgenden Reaktionen bez\u00fcglich wissenschaftlicher Themen bei Personen anzusto\u00dfen: Bewusstsein, Vergn\u00fcgen, Interesse, Meinung oder Verst\u00e4ndnis durch oder \u00fcber Wissenschaft. Dabei k\u00f6nnen sowohl Fachleute als auch Laien in Austausch kommen. Entsprechend hat Wissenschaftskommunikation auch das Ziel, Interesse, bzw. Motivation in Menschen f\u00fcr wissenschaftliche Themen zu wecken: Ganz gleich, ob die Betroffenen Uninteressierte, Interessenten oder Spezialist:innen im Fachgebiet sind. Als Beispiel k\u00f6nnen wir uns eine Kunstausstellung vorstellen, die ein bestimmtes Kunstwerk in den Fokus r\u00fcckt. Die Aufgabe des \u00dcbermittlers ist es, die Botschaft, die Zielgruppe und das entsprechende Medium im Hinterkopf zu behalten. In unserer Ausstellung muss das Kunstwerk den \u201ev\u00f6llig Ahnungslosen\u201c den Anreiz geben, kurz stehen zu bleiben und es zu betrachten. Die bereits Interessierten k\u00f6nnen vom Kunstwerk inspiriert werden, sich dieser Art von Kunst zuk\u00fcnftig (wissenschaftlich) zu widmen. Zuletzt gibt es die Spezialist:innen, denen diese Kunstausstellung sowohl eine neue Sichtweise als auch neues Wissen verleihen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir nehmen also mit: Wissenschaftskommunikation ist an alle adressiert. Doch wie kommt es, dass sich ca. 10% der Gesellschaft der Wissenschaft abwenden? Denken wir zum Beispiel an die Querdenkerbewegung. Oder an die etwa 25% der Gesellschaft, die sich nicht sicher sind, ob sie der Wissenschaft vertrauen k\u00f6nnen. So verunsichert es beispielsweise einige, dass zu Beginn der Corona-Pandemie die Empfehlungen der Wissenschaftler:innen wiederholt ge\u00e4ndert wurden. Der wissenschaftliche Diskurs wird in der \u00d6ffentlichkeit kontrovers wahrgenommen. Welche Rolle spielen die Massenmedien? Sollten sie eher als Gate-Keeper agieren? Werden Journalist:innen ihrer Rolle gerecht? Und welchen Einfluss haben neue Medien, wie Podcasts, YouTube Channels und Social Media Plattformen, \u00fcber die&nbsp; Wissenschaftler:innen aber auch Laien kommunizieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Fazit nach der ersten Lehrveranstaltung: Wir wissen nun, dass Wissenschaftskommunikation vielf\u00e4ltig ist. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wie Wissenschaftskommunikation zu sein hat. Jede:r darf teilnehmen, Expert:innen und Laien. Dabei gilt es die Zielgruppe zu kennen. Wen spreche ich an, und welches ist das geeignete Werkzeug? In welchem kulturellen Umfeld bewegen sich die Rezipient:innen und welche Mittel stehen ihnen zum Verstehen der Wissenschaft zur Verf\u00fcgung?<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ziel, die Rolle der Wissenschaftskommunikation in ihrer Gesamtheit zu erkl\u00e4ren und zu verstehen, liegt fern und wir stehen noch am Anfang. Doch wir sind gespannt auf das, was kommt!<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Burns, T. W., O\u2019Connor, D. J., &amp; Stocklmayer, S. M. (2003). Science Communication: A Contemporary Definition. Public Understanding of Science, 12(2), 183\u2013202. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4hnrich, B., Sch\u00e4fer, M.S. (2020). Wissenschaftskommunikation zwischen Gesellschafts-, Wissenschafts- und Medienwandel. Publizistik 65, 515\u2013522. <\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftskommunikation: Wie reden wir richtig \u00fcber Wissenschaft? <a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/7tCjdpAy9X3MQ8pROmhLbj?si=ahmsA8r_STayOvcRVC64jQ&amp;dl_branch=1&amp;nd=1\"> https:\/\/open.spotify.com\/episode\/7tCjdpAy9X3MQ8pROmhLbj?si=ahmsA8r_STayOvcRVC64jQ&amp;dl_branch=1&amp;nd=1<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Franziska Ella Gudrun Findeisen, Katrin Hiluk, Christos Ioannidis, Nina Langheinrich und Maike M\u00fcnks Zum Auftakt der Lehrveranstaltung \u201eKlimabewegungen und die Rolle von Wissenschaftskommunikation\u201c trafen sich Studierende voller Bestrebung nach neuem Wissen. Nach einem versch\u00fctteten Kaffee und dem allt\u00e4glichen Kampf mit dem Uni-WLAN f\u00fchrte uns der Weg zu den Grundlagen der Wissenschaftskommunikation. Aber beginnen wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":192,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[71],"tags":[72,73],"class_list":["post-191","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-klimakommunikation","tag-klima","tag-klimakommunikation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=191"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":193,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/191\/revisions\/193"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}