{"id":230,"date":"2021-12-19T13:38:00","date_gmt":"2021-12-19T13:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/?p=230"},"modified":"2023-02-08T13:40:01","modified_gmt":"2023-02-08T13:40:01","slug":"warum-faellt-es-uns-so-schwer-klimabewusst-zu-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/2021\/12\/19\/warum-faellt-es-uns-so-schwer-klimabewusst-zu-leben\/","title":{"rendered":"Warum f\u00e4llt es uns so schwer, klimabewusst zu leben?"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Von Robin Lange, Nele Feldhaus, Luisa Deiana<\/em>, <em>Paula Wiedenfeld<\/em>, <em>Lars Henrik Gertges und Thomas Karl Gustav Fricke <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www3.hhu.de\/buergeruni\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/tv-6824507_1280-1024x682.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2798\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Kennst du das auch? Nachdem in der Tagesschau erneut \u00fcber den Klimawandel und die zuk\u00fcnftigen Bedrohungen f\u00fcr die Menschheit berichtet wurde, nimmst du dir vor, das Auto wieder \u00f6fter stehenzulassen, weniger Fleisch zu essen, auf Plastik zu verzichten und \u00f6fter Second-Hand einzukaufen. Jedoch wei\u00dft du gar nicht, wo du anfangen sollst und das Meiste davon scheint nicht ausreichend. In der Theorie klingen diese Dinge nach einem gesunden Lifestyle und einem guten Beitrag zum Klimaschutz. Doch am n\u00e4chsten Morgen f\u00e4llt es pl\u00f6tzlich doch viel schwerer, das geplante Vorhaben in die Tat umzusetzen. F\u00fcr alle, die sich fragen, woran das liegt und welche Rolle die Medien dabei spielen, wird es jetzt interessant.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einflussfaktor Massenmedien&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Schritt nach dem anderen: bevor wir unseren Alltag umkrempeln und auf eigene Faust die Welt retten wollen, stellt sich die Frage, woher wir unser gesammeltes Wissen \u00fcber den Klimawandel beziehen. Die Nummer Eins der Informationsquellen in Deutschland und in vielen anderen L\u00e4ndern sind die Massenmedien. Hinter diesem sperrigen Begriff verbergen sich reichweitenstarke Fernsehsender, gro\u00dfe Zeitungen und seit kurzem auch das Internet. Eine Studie ergab, dass die Bev\u00f6lkerung beim Thema Klimawandel den Massenmedien mehr Vertrauen entgegenbringt als ihren Familien und Freunden. Unser t\u00e4glicher Medienkonsum pr\u00e4gt damit ma\u00dfgeblich, was wir \u00fcber den Klimawandel wissen und wie wir dar\u00fcber denken. Und das ist auch gut so, denn nur mithilfe der Medien ist es den Wissenschaftler:innen m\u00f6glich, ihre Erkenntnisse mit der Allgemeinheit zu teilen und ein Bewusstsein \u00fcber die prek\u00e4re Lage unserer Umwelt zu schaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer kommuniziert hier mit wem?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage leitet uns zur\u00fcck zu dem Thema unserer Blogreihe: Die Klimawandelkommunikation. Abgesehen von Dialogformaten, bei denen B\u00fcrger:innen und Wissenschaftler:innen ins Gespr\u00e4ch kommen, geschieht es doch relativ selten, dass wir uns mit einem oder einer Nobelpreistr\u00e4ger:in \u00fcber die Erforschung des Klimawandels unterhalten. Daher sind <strong>mediale Plattformen<\/strong> essentiell, um m\u00f6glichst viele Menschen zu erreichen und aufzukl\u00e4ren. Wichtig ist dabei, <strong>wer<\/strong> \u00fcber die jeweilige Plattform kommuniziert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Allzu h\u00e4ufig stolpert man \u00fcber einen Gastbeitrag der Klimaaktivistin Luisa Neubauer zur Bedeutsamkeit des 1,5 Grad-Ziels oder \u00fcber ein Interview mit dem VW-Chef Herbert Diess zur nachhaltigen Autoindustrie der Zukunft. Was zu beachten ist: die Kommunikator:innen wollen auch immer ihre <strong>eigenen Botschaften<\/strong> medial an die Konsument:innen vermitteln. Dabei fallen die Aktivist:innen h\u00e4ufig in die Kategorie der `Advokaten f\u00fcr Nachhaltigkeit \u0301 und die Wirtschaftsvertreter:innen werden schnell mal als `Lobbyist:innen \u0301 abgestempelt. F\u00fcr eine gewisse Balance und Vielfalt sorgen wiederum die Journalist:innen, denen im \u00fcbertragenen Sinne die Rolle der T\u00fcrsteher:innen, in der Fachsprache auch Gatekeeper genannt, zuf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was auff\u00e4llig ist:<\/strong> die Mehrheit der Journalist:innen ist sich in Sachen Klimawandel einig &#8211; der anthropogene Klimawandel existiert und unsere Lebensweise muss sich ver\u00e4ndern! Unterschiede hingegen lassen sich in der Bandbreite der L\u00f6sungsans\u00e4tze feststellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Aufl\u00f6sung des R\u00e4tsels&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und damit zur\u00fcck zu unserer Anfangsfrage: Wenn wir doch so viel \u00fcber den Klimawandel lesen, h\u00f6ren und sehen, warum f\u00e4llt es uns so schwer, das Wissen auch in die Tat umzusetzen? Das l\u00e4sst sich sowohl auf psychologische als auch soziologische Barrieren zur\u00fcckf\u00fchren. Es f\u00e4llt uns von Natur aus schwerer, Vorhaben umzusetzen, deren positive Folgen in <strong>ferner Zukunft<\/strong> liegen. Dasselbe gilt f\u00fcr die negativen Konsequenzen unseres Handelns. Der Anreiz, auf das Fahrrad umzusteigen, f\u00e4llt geringer aus, sobald wir merken, dass wir nicht von heute auf morgen das Klima retten. Im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern versp\u00fcren wir in Deutschland noch geringe Konsequenzen\/Auswirkungen des Klimawandels. Obwohl sich bereits Wetterereignisse wie lange Trockenheits-, hohe Temperatur- und Starkregenperioden sowie St\u00fcrme h\u00e4ufen. Fakt ist: das Ozonloch hat sich auch nicht an einem Tag geschlossen! Unsere fehlenden hellseherischen F\u00e4higkeiten sollten uns jedenfalls nicht daran hindern, einen Beitrag zur Rettung des Planeten zu leisten. Doch bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels l\u00e4sst sich mit gutem Gewissen sagen: <strong>jeder Beitrag hilft!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00e4fer M.S., Bonfadelli H. (2017). Umwelt- und Klimawandelkommunikation. In: Bonfadelli H., F\u00e4hnrich B., L\u00fcthje C., Milde J., Rhomberg M., Sch\u00e4fer M. (eds) Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation. Springer VS, Wiesbad.<\/p>\n\n\n\n<p>DW Deutsch (2013). Angela Merkel &#8211; gemeinsame Pressekonferenz mit Barack Obama. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2n_-lAf8GB4  [07.12.2021]. <\/p>\n\n\n\n<p> Sch\u00e4fer, M. S. (2012a). Hacktivism? Online-Medien und Social Media als Instrumente der Klimakommunikation zivilgesellschaftlicher Akteure. Forschungsjournal Soziale Bewegungen 2012(2), 68\u201377.&nbsp; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Robin Lange, Nele Feldhaus, Luisa Deiana, Paula Wiedenfeld, Lars Henrik Gertges und Thomas Karl Gustav Fricke Kennst du das auch? 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