{"id":284,"date":"2022-06-08T14:09:00","date_gmt":"2022-06-08T14:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/?p=284"},"modified":"2023-02-08T14:10:26","modified_gmt":"2023-02-08T14:10:26","slug":"was-bisher-geschah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/2022\/06\/08\/was-bisher-geschah\/","title":{"rendered":"Was bisher geschah \u2026"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230; <strong>in Sachen kultureller Teilhabe und Citizen Science<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>von Christine Stender M.A<\/em>.\n\n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www3.hhu.de\/buergeruni\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Blog-3-1024x544.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3094\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><br> \u00a9 Christine Stender<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Weihnachten ist eine Zeit der Besinnlichkeit, des Zur-Ruhe-Kommens und des Beieinanderseins \u2013 in unserem Forschungsprojekt \u201eKulturelle Teilhabe &amp; Citizen Science\u201c stimmt zumindest der letzte Punkt: Am 20. Dezember trafen sich Ehrenamtliche aus zehn Kulturinitiativen aus ganz Deutschland, um gemeinsam mit mir, Christine Stender, einer Nachwuchswissenschaftlerin aus D\u00fcsseldorf, \u00fcber kulturelle Teilhabe zu sprechen. Und dar\u00fcber, was die Wissenschaft tun kann, um einen Beitrag zur St\u00e4rkung kultureller Teilhabe zu leisten. <\/p>\n\n\n\n<p>Dass es eine gro\u00dfe L\u00fccke zwischen den praktischen Erfahrungen der Initiativen vor Ort und dem wissenschaftlichen Forschungsstand gibt, wurde schnell klar, schlie\u00dflich sind viele der Kulturvereine und anderen Organisationen schon seit mehr als zehn Jahren aktiv, aber ihre Arbeit wurde bisher noch kaum aufgearbeitet. Mit so einem gro\u00dfen Potenzial an Wissen und einer noch gr\u00f6\u00dferen Zahl offener Fragen ging unser Projekt also los \u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt? Fast sechs Monate sind seit diesem ersten\nAuftakttreffen vergangen und unz\u00e4hlige Mails und Telefonate sp\u00e4ter haben wir\neinen Anfang gemacht, diese F\u00fclle an Expertise einzufangen und aufzubereiten. <\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Monaten haben wir zehn Interviews mit den einzelnen teilnehmenden Expert*innen gef\u00fchrt und dabei \u00fcber 16 Stunden Videomaterial angesammelt. Die Expert*innen sind in unserem Projekt also sowohl wichtige \u201eWissenslieferant*innen\u201c und aber gleichzeitig auch Citizen Scientists. <\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt zwar auf den ersten Blick verwirrend, bedeutet aber in der Praxis, dass das Projekt den Rahmen bildet, in dem all das Wissen der Expert*innen zusammenkommen kann: Wie eine Biologin mit ihrem Schmetterlingsnetz Insekten f\u00e4ngt, fangen wir Wissen ein! <\/p>\n\n\n\n<p>Und genauso wie die Biologin sich dann daran macht, nach\nMarkierungen auf dem Tier zu suchen, um es zu bestimmen, suchen wir in den\nInterviews nach Themenfeldern, die immer wieder auftauchen und es uns so\nerm\u00f6glichen, Gemeinsamkeiten und wichtige Str\u00f6mungen in den Transkripten zu\nfinden. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Sozialwissenschaft nennt man das eine qualitative\nInhaltsanalyse und die nutzen wir, um erst einmal ganz grundst\u00e4ndige Fragen zu\nunserem Forschungsfeld zu beantworten. Um in der Metapher zu bleiben, wir\nwissen noch gar nicht genau, wie gro\u00df das Feld ist, auf dem wir mit unserem\nSchmetterlings-Wissensnetz unterwegs sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Was ist diese \u201eKultur\u201c, die wir anschauen? <\/p>\n\n\n\n<p>Viele der Initiativen bieten ihren Nutzer*innen auch Sportveranstaltungen an. Da m\u00fcssen wir uns also auf eine gemeinsame Definition einigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bedeutet \u201eKulturnutzungsverhalten\u201c f\u00fcr uns? <\/p>\n\n\n\n<p>Fast alle der in der Wissenschaft bestehenden Modelle zu Kulturnutzungsverhalten betrachten auch den Kaufprozess und die Einfl\u00fcsse dieser monet\u00e4ren Transaktion auf das Publikum \u2013 da die Initiativen, die Kultur- und Sportbesuche aber ja kostenlos vermitteln, m\u00fcssen wir auch hier ein eigenes Modell entwickeln. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber welche Barrieren berichten die Nutzer*innen? <\/p>\n\n\n\n<p>Ein geringes Einkommen ist sehr oft verkn\u00fcpft mit anderen Faktoren, die sich in Barrieren \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen, seien es k\u00f6rperliche oder geistige Behinderungen oder auch Altersarmut, die im Leben der Nutzer*innen eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt. Die Initiativen versuchen nicht nur die finanzielle Barriere \u00fcberwinden zu helfen, sondern auch andere damit verbundene (also \u201eintersektionale\u201c) Barrieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Um diese Fragen gemeinsam kl\u00e4ren und damit das\nForschungsfeld abstecken zu k\u00f6nnen, haben meine wissenschaftliche Hilfskraft,\nAlexandra Kirschsieper, und ich begonnen die 98.700 Worte umfassenden\nTranskripte der Interviews zu analysieren und haben uns mit unseren ersten\nErkenntnissen auch schon wieder in einem Austauschworkshop mit den Initiativen\ngetroffen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie das war und was wir alles herausgefunden haben, dazu\nhier bald mehr! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; in Sachen kultureller Teilhabe und Citizen Science von Christine Stender M.A. Weihnachten ist eine Zeit der Besinnlichkeit, des Zur-Ruhe-Kommens und des Beieinanderseins \u2013 in unserem Forschungsprojekt \u201eKulturelle Teilhabe &amp; Citizen Science\u201c stimmt zumindest der letzte Punkt: Am 20. 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