{"id":737,"date":"2024-01-23T09:30:53","date_gmt":"2024-01-23T08:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/?p=737"},"modified":"2024-01-23T15:48:31","modified_gmt":"2024-01-23T14:48:31","slug":"das-projekt-findet-ein-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/2024\/01\/23\/das-projekt-findet-ein-ende\/","title":{"rendered":"Das Projekt findet ein Ende \u2026"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von Melina Hartmann<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem ersten Storytelling Beitrag Ende Mai 2023 sind bereits \u00fcber sechs Monate vergangen. Das Storytelling war ein zentraler Baustein bei der Dokumentation des D\u00fcsseldorfer Symposiums zur Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur. Die Zeit ist verflogen und gemeinsam m\u00f6chten wir einen Abschluss des Teamprojektes finden. Daf\u00fcr sind wir noch einmal mit unseren drei Storyteller*innen zusammengekommen. Was hat sich in einem halben Jahr auf pers\u00f6nlicher und institutioneller Ebene ver\u00e4ndert? Welche Denkanst\u00f6\u00dfe und welche Inputs der Fachtagung konnten umgesetzt werden? Und wo treten Probleme auf? Das wollen wir uns genauer anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wohl brennendste Frage lautet: Wo steht der Kunst- und Kulturbereich in Sachen Klimaschutz? Dass die Antwort komplex ist, ist inzwischen eindeutig. Wir m\u00f6chten mit unserem letzten Blogbeitrag die drei Perspektiven \u2013 die studentische, vertreten durch die KuK-Studentin Rune Knaak, die institutionelle, vertreten durch Sina Herrmann vom <a href=\"https:\/\/www.museumsbund.de\/ag-klimaschutz-und-nachhaltigkeit-untergruppen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschen Museumsbund e.V.<\/a>, und die ausf\u00fchrende, vertreten durch Sascha F\u00f6rster, Direktor des <a href=\"https:\/\/www.duesseldorf.de\/theatermuseum\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Theatermuseum D\u00fcsseldorf<\/a> \u2013 b\u00fcndeln und daraus Kleinkonzepte f\u00fcr eine gr\u00fcnere Museumsarbeit ableiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein kurzer R\u00fcckblick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.kuma.hhu.de\/dokumentation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zweiten Blogbeitrag<\/a> (unter Storytelling &#8222;#2 Zwischenstand&#8220;) wurde evaluiert, wie nachhaltige Ma\u00dfnahmen im Arbeitsalltag konkret umgesetzt werden k\u00f6nnen. Vom Abfallaufkommen \u00fcber die Bestellung von Marketingartikeln und die Wiederverwendung von Objekten f\u00fcr Ausstellungen bis hin zur Einsparung von Heizkosten &#8211; leider scheitert die praktische Umsetzung auf allen Ebenen an finanziellen oder personellen H\u00fcrden. Nachhaltig, d.h. \u00f6kologisch vertr\u00e4glich, sozial gerecht und zugleich wirtschaftlich zu handeln, ist eine komplexe und dauerhafte Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann es weitergehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser langfristigen Verantwortung ist sich Sascha F\u00f6rster auch beim Rebranding des Theatermuseums bewusst. Als Direktor f\u00f6rdert er in seinem kleinen Team insbesondere die nachhaltige Entwicklung durch Geschlechtergerechtigkeit <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/nachhaltigkeitspolitik\/nachhaltigkeitsziele-erklaert-232174\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(SDG 5)<\/a>. Durch die Bereitstellung hochwertiger Bildung (<a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/nachhaltigkeitspolitik\/nachhaltigkeitsziele-erklaert-232174\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SDG 4<\/a>) und zuk\u00fcnftige Angebote mit zunehmendem Fokus auf Nachhaltigkeit in der Theatergeschichte und Theaterszene m\u00f6chte er die Besucher*innen f\u00fcr gesellschaftliche Themen sensibilisieren (<a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/nachhaltigkeitspolitik\/nachhaltigkeitsziele-erklaert-232174\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SDG 13<\/a>). Letztlich sind es viele Einzelma\u00dfnahmen, die das \u201enachhaltige Ganze\u201c ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Aufgabe des Kulturamtes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Anbindung des Theatermuseums an das <a href=\"https:\/\/www.duesseldorf.de\/nachhaltigkeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kulturamt D\u00fcsseldorf<\/a> hat Vor- und Nachteile. Oftmals verlangsamt die umfangreiche B\u00fcrokratie Prozesse und schr\u00e4nkt die Handlungsf\u00e4higkeit der Verantwortlichen ein. Dennoch ist das Kulturamt ein wichtiger Impulsgeber, um Ver\u00e4nderungen auf institutioneller Ebene voranzutreiben. Ang\u00e9lique Tracik, Leiterin des Kulturamts D\u00fcsseldorf, gibt in einem <a href=\"https:\/\/www.duesseldorf.de\/nachhaltigkeit\/aktuelles\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Interview<\/a> mit der Stadt D\u00fcsseldorf Einblicke: So ging als erste Ma\u00dfnahme im November 2023 die Subwebsite \u201eKultur und Nachhaltigkeit\u201c auf den Seiten des Kulturamts online. Zudem wurden im Herbst 2023 zwei Mitarbeiterinnen des Kulturamts &#8211; aus der Abteilung Kulturentwicklung\/K\u00fcnstlerf\u00f6rderung sowie aus der Abteilung Technisches Geb\u00e4udemanagement\/Kulturbauten &#8211; im Rahmen der Weiterbildung des Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit in Kultur und Medien zum \u201eTransformationsmanager Nachhaltige Kultur\u201c qualifiziert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Loslegen! Nachhaltigkeit konsequent verankern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklung freut auch Sina Herrmann, Projektleiterin Klimaschutz und Nachhaltigkeit beim Deutschen Museumsbund e.V., die sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr \u00f6kologische Mindeststandards in Museen einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Deutsche Museumsbund hat den im Oktober 2023 ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.museumsbund.de\/klimabilanzstandard-fuer-kultureinrichtungen-veroeffentlicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CO2-Bilanzierungsstandards<\/a> f\u00fcr Kultureinrichtungen mit dem dazugeh\u00f6rigen CO2-Rechner mitentwickelt, mit dem Museen und andere Kultureinrichtungen nun nach einheitlichen Vorgaben ihre CO2-Emissionen erfassen, Einsparpotenziale identifizieren und nachhaltige Strategien entwickeln k\u00f6nnen. Auch die Initiative mit dem <a href=\"https:\/\/www.museumsbund.de\/wo-stehen-die-museen-beim-klimaschutz-teilen-sie-ihre-erfahrungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forschungsprojekt \u201eGr\u00fcnes Museum\u201c<\/a> soll die Museen in Deutschland durch gezielte Ma\u00dfnahmen besser auf den Klimawandel und die damit verbundene Klimaanpassung vorbereiten. Durch die Vernetzung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit Forschungseinrichtungen sollen nationale und internationale Best-Practice-Beispiele gesammelt werden. Sina betont die Vorbildfunktion von Museen, positive Impulse f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft zu geben. Dieses Potenzial sollte von allen Museen genutzt und ausgesch\u00f6pft werden. Sie ermutigt eine weitere Vernetzung unter Kulturakteur*innen, also: Action, please!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die neue Generation der Kulturschaffenden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich k\u00f6nnen auch die Studierenden ihren Beitrag leisten, denn sie repr\u00e4sentieren die n\u00e4chste Generation der Kulturlandschaft und k\u00f6nnen neue Impulse setzen. Unsere Storytellerin Rune m\u00f6chte sich im Rahmen ihrer Masterarbeit n\u00e4her mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Als studentische Projektmanagerin in einer lokalen Kultureinrichtung erprobt sie erste nachhaltige Ma\u00dfnahmen im Kleinen und hat sich dabei vom Leitfaden des Deutschen Museumsbundes e.V. inspirieren lassen. F\u00fcr einen erfolgreichen Strukturwandel ist ein strategisches Vorgehen hilfreich, das flexibel ist und individuell angepasst und weiterentwickelt werden kann. Der <a href=\"https:\/\/www.museumsbund.de\/leitfaden-klimaschutz-loslegen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">PDCA-Kreislauf<\/a>, kurz f\u00fcr \u201ePlan-Do-Check-Act\u201c, bietet Rune hierf\u00fcr einen methodischen Ansatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass eine langfristige Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen und deren Verankerung im Curriculum von gro\u00dfer Bedeutung ist, hat Julia R\u00f6mhild, Akademische R\u00e4tin f\u00fcr den Bereich Kulturmanagement an der HHU, schon lange erkannt. Das Lehrprojekt \u201eDein Kunstpalast &#8211; Ans\u00e4tze zur Impact-Messung am Beispiel eines Veranstaltungsformats zur Erm\u00f6glichung kultureller Teilhabe&#8220; im Masterstudiengang Kunstvermittlung und Kulturmanagement soll zum forschenden Lernen der Studierenden in der Gesellschaft beitragen und wird in Kooperation mit dem Kunstpalast D\u00fcsseldorf und der Fritz Henkel Stiftung durchgef\u00fchrt. Ziel des Projekts ist es, die gesellschaftliche Wirkung des Veranstaltungsformats \u201eDein Kunstpalast&#8220; zu messen und ein Forschungsdesign zu entwickeln, mit dem die gesellschaftliche Wirkung eines solchen Angebots erfasst werden kann. Dabei werden insbesondere die Sustainable Development Goals 4 und 10 eine wichtige Grundlage bilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hoffen, wir konnten euch auf dieser Reise hin zu einer nachhaltigen Entwicklung ein St\u00fcck mitnehmen und zum Loslegen motivieren! Oft ist der Anfang die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberwindung, doch wie sagte schon der r\u00f6mische Politiker Marcus Tullios Cicero: \u201eAus kleinem Anfang entspringen alle Dinge!\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Melina Hartmann Seit dem ersten Storytelling Beitrag Ende Mai 2023 sind bereits \u00fcber sechs Monate vergangen. Das Storytelling war ein zentraler Baustein bei der Dokumentation des D\u00fcsseldorfer Symposiums zur Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur. 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