{"id":767,"date":"2024-04-10T09:41:59","date_gmt":"2024-04-10T07:41:59","guid":{"rendered":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/?p=767"},"modified":"2024-04-10T09:57:47","modified_gmt":"2024-04-10T07:57:47","slug":"ethische-fragen-der-kuenstlichen-intelligenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/index.php\/2024\/04\/10\/ethische-fragen-der-kuenstlichen-intelligenz\/","title":{"rendered":"Ethische Fragen der K\u00fcnstlichen Intelligenz"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von Jonathan Seim, Jonas Carstens und Lea-Marie Weitz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wintersemester liegt hinter uns und so k\u00f6nnen wir nun zufrieden auf unser Lehrprojekt &#8222;Ethische Fragen der KI: Ein Projekt zur F\u00f6rderung eines kritischen Umgangs mit KI&#8220; zur\u00fcckblicken.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz ist heutzutage allgegenw\u00e4rtig und pr\u00e4gt bereits in gro\u00dfem Ma\u00dfe unsere Gesellschaft. Im \u00f6ffentlichen Diskurs ist mitunter sogar von einer Revolution die Rede. So wird davon ausgegangen, dass KI in den n\u00e4chsten Jahren unsere Gesellschaft fundamental ver\u00e4ndern wird. Bereits heute wird KI f\u00fcr vielf\u00e4ltige Zwecke eingesetzt, sei es zur Personalisierung von Werbung, zur Auswertung von Bewerbungen, zur Beurteilung von Kreditw\u00fcrdigkeit und R\u00fcckfallrisiken, zur Diagnose von Krankheiten, zur Produktion von Kunstwerken oder sogar zur Simulation pers\u00f6nlicher Beziehungen. Die Frage, ob diese Anwendungen letztendlich f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen von Nutzen sein werden, h\u00e4ngt auch von einer sorgf\u00e4ltigen ethischen Reflexion ab. Das Hauptziel unseres Lehrprojekts bestand daher darin, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dazu zu bef\u00e4higen, einen kritischen Blick auf KI zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter unserer Anleitung haben Studierende im vergangenen Semester ethische Fragen im Zusammenhang mit k\u00fcnstlicher Intelligenz untersucht und entsprechende Workshops f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler entwickelt. Heute m\u00f6chten Jonas Carstens aus der Perspektive des Lehrenden und Lea-Marie Weitz aus der Perspektive der Studierenden ihre Eindr\u00fccke von diesem Lehrprojekt teilen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"410\" src=\"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ethische-Fragen-KI-1024x410.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-768\" srcset=\"https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ethische-Fragen-KI-1024x410.jpg 1024w, https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ethische-Fragen-KI-300x120.jpg 300w, https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ethische-Fragen-KI-768x308.jpg 768w, https:\/\/buergeruni.hhu-blog.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ethische-Fragen-KI.jpg 1386w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a9 Till Fahnenstich, Die Studentinnen Lea-Marie Weitz (links) und Marie Dombach (rechts) f\u00fchren ihren Workshop zum Thema \u201eKann eine k\u00fcnstliche Intelligenz diskriminieren?\u201c am Annette-von-Droste-H\u00fclshoff-Gymnasium durch.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jonas Carstens (Seminarleiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter):<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Von der Konzeptionsphase bis zur Durchf\u00fchrung lag der Fokus unseres Lehrprojekts auf der Verkn\u00fcpfung universit\u00e4rer Lehre mit Workshops f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Das Projekt begann mit einem fachlichen Seminar in Philosophie, das verschiedene Aspekte der Technologie und ihre ethische Bewertung beleuchtete. Anschlie\u00dfend luden wir Junior-Prof. Dr. Dominik Balg von der Universit\u00e4t Mainz zu einem fachdidaktischen Seminar ein, um unsere Studierenden zu bef\u00e4higen, die erlernten Inhalte an Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu vermitteln. In Gruppen erarbeitete der Kurs daraufhin insgesamt drei Workshops und f\u00fchrte diese eigenverantwortlich am Annette-von-Droste-H\u00fclshoff-Gymnasium in D\u00fcsseldorf-Benrath durch. Die drei Workshops behandelten die zentralen Themen Diskriminierung, Autonomie und Bildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir bleiben insbesondere das Engagement der Studierenden bei der Einarbeitung in neue Fragestellungen und ihre Kreativit\u00e4t beim Entwickeln der Workshop-Konzepte in Erinnerung. Es erfreut mich besonders, dass sowohl im Seminar mit unseren Studierenden als auch in den Workshops mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die Relevanz philosophisch-ethischer Perspektiven f\u00fcr die Bewertung neuer Technologien deutlich wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Dank gilt den Studierenden f\u00fcr ihre engagierte Teilnahme, dem Annette-von-Droste-H\u00fclshoff-Gymnasium f\u00fcr ihre Kooperationsbereitschaft, Junior-Prof Dr. Dominik Balg f\u00fcr die exzellente Vermittlung fachdidaktischer Kenntnisse, Jonathan Seim f\u00fcr die Organisation und schlie\u00dflich der B\u00fcrgeruniversit\u00e4t selbst, die mit ihrer F\u00f6rderung dieses Lehrprojekt \u00fcberhaupt erm\u00f6glicht hat. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden in die Gesellschaft hineinzutragen und insbesondere jungen Menschen mit auf den Weg zu geben, ist stets ein lohnendes Anliegen. Diese Form der Wissenschaftskommunikation ist insbesondere im Hinblick auf k\u00fcnstliche Intelligenz unerl\u00e4sslich, wenn die Digitalisierung unserer Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten soll.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lea-Marie Weitz (Bachelorstudentin):<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe an dem Lehrprojekt teilgenommen, weil mich vor allem der Teil mit den Sch\u00fclerinnen- und Sch\u00fcler-Workshops interessierte. Ich halte es f\u00fcr wichtig, ihnen den Universit\u00e4tsalltag schon fr\u00fch n\u00e4her zu bringen und transparent zu machen, wie wir hier an der Universit\u00e4t arbeiten. Au\u00dferdem hatte ich selbst kaum Kenntnisse im Bereich der k\u00fcnstlichen Intelligenz und fand das Thema \u00e4u\u00dferst interessant und relevant. Ich f\u00fchle mich verantwortlich, mich in diesem Bereich weiterzubilden, da KI eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Die Verbindung mit den Sch\u00fclerinnen- und Sch\u00fcler-Workshops empfand ich als ideal. Als Lernende konnte ich mich gut in die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler hineinversetzen und die Inhalte verst\u00e4ndlich vermitteln. Dar\u00fcber hinaus war es mir ein Anliegen, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, die sich wenig unter dem Universit\u00e4tsbetrieb vorstellen k\u00f6nnen, zu zeigen, wie dieser funktioniert und welche Inhalte vermittelt werden. Ich selbst h\u00e4tte mir einen solchen Einblick in meiner Schulzeit gew\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt habe ich grundlegendes Wissen im Bereich k\u00fcnstlicher Intelligenz erworben, insbesondere dar\u00fcber, wie KI bereits in meinen Alltag integriert ist, ohne dass ich es vielleicht bemerkt habe. Ich verstehe nun grob, was KI \u00fcberhaupt ist, wie maschinelles Lernen funktioniert, welche verschiedenen Arten es gibt und welche Herausforderungen bestehen. Besonders interessant und wichtig fand ich die Problematik der Diskriminierung beim Einsatz von KI. Ich habe gelernt, dass auch k\u00fcnstliche Intelligenz diskriminieren kann und welche problematischen Folgen dies haben kann, zum Beispiel bei Einstellungsverfahren in Unternehmen. Deshalb freue ich mich besonders darauf, mit meinem Workshop &#8222;Kann eine k\u00fcnstliche Intelligenz diskriminieren?&#8220; die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcber die Funktionsweise von KI und deren m\u00f6gliche Diskriminierung aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenarbeit mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie mit Jonathan Seim und Jonas Carstens hat mir besonders viel Spa\u00df gemacht. Das Thema KI wurde interessant vermittelt, vor allem durch zahlreiche Diskussionen und Fragen. Da alle an dem Thema und der Ausarbeitung der Workshops interessiert waren, konnten wir uns gegenseitig unterst\u00fctzen und Unklarheiten beseitigen. Es gab immer Raum f\u00fcr Fragen und f\u00fcr die Vertiefung bestimmter Themen. So konnten wir das Seminar alle aktiv mitgestalten und es hat mir gro\u00dfen Spa\u00df gemacht, im Rahmen dieses Projekts mehr \u00fcber KI zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/diid.hhu.de\/mitarbeiter\/jonathan-seim\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jonathan Seim<\/a> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am <a href=\"https:\/\/diid.hhu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">D\u00fcsseldorfer Institut f\u00fcr Internet und Demokratie<\/a> und war Seminarleiter des Lehrprojekts.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.philosophie.hhu.de\/personal\/philosophie-i-politische-philosophie-und-ethik\/mitarbeiter\/innen\/jonas-carstens\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jonas Carstens<\/a> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Frank Dietrich am Lehrstuhl f\u00fcr Politische Philosophie und Ethik und war Seminarleiter des Lehrprojekts.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.philosophie.hhu.de\/personal\/philosophie-vi-philosophie-des-geistes-und-der-kognition\/mitarbeiter\/innen\/details?tt_address%5Bfunktion%5D=32527&amp;tt_address%5Bperson%5D=26407&amp;cHash=6023137b0a032c52153da1c1954ad7f6\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lea-Marie Weitz<\/a> ist Bachelor-Studentin und hat als solche am Lehrprojekt teilgenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Jonathan Seim, Jonas Carstens und Lea-Marie Weitz Das Wintersemester liegt hinter uns und so k\u00f6nnen wir nun zufrieden auf unser Lehrprojekt &#8222;Ethische Fragen der KI: Ein Projekt zur F\u00f6rderung eines kritischen Umgangs mit KI&#8220; zur\u00fcckblicken. 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